Gewässerordnung

Angelverein Schweicheln

und Umgebung e.V.

Die Wichtigste Änderung:

 

Hartmais und Hülsenfrüchte sind nur gekocht zugelassen.

 

 

Gewässerordnung des Angelvereins Schweicheln u.U.e.V.

 

Die Gewässerordnung soll das Zusammenleben aller Angler an unseren Gewässern ermöglichen und dazu dienen, die Fangaussichten für alle zu verbessern. Gute Kameradschaft und naturverbundenes Verhalten sind innere Verpflichtung eines jeden.

 

1. Ausweispapiere

 

Am Gewässer sind folgende Papiere mitzuführen:

 

der Jahres- / Fünfjahresfischereischein

der Fischereierlaubnisschein

der Fangbericht

 

Fischereierlaubnisscheine sind Urkunden. Änderungen und Ergänzungen dürfen nur vom 1. oder 2. Vorsitzenden oder in deren Auftrag vorgenommen werden. Die vorgenommenen Änderungen sind mit dem Vereinssiegel zu kennzeichnen. Sämtliche Ausweispapiere gelten nur für den Inhaber. Sie sind nicht übertragbar.

 

2. Fischereiaufsicht

 

Den Fischereiaufsehern, den Vorstandsmitgliedern und den sonstigen Berechtigten, sind auf Verlangen die unter 1. aufgeführten Ausweispapiere, der erzielte Fang und die notwendige Ausrüstung vorzuzeigen. Den Anordnungen des oben genannten Personenkreises ist unbedingt Folge zu leisten.

 

Fischfrevel

 

Die Mitglieder sind verpflichtet auf Fischfrevel zu achten und haben, möglichst unter Zuhilfenahme der unter 2. aufgeführten Personen, zur strafrechtlichen Verfolgung des Täters beizutragen.

 

4. Gewässerverunreinigungen

 

Die Mitglieder sind verpflichtet, jede bemerkte Wasserverunreinigung die ein Fischsterben verursacht oder die ein Fischsterben verursachen könnte sowie die Beobachtung von treibenden toten oder betäubten Fischen unverzüglich dem Gewässerwart oder dem 1. oder 2. Vorsitzenden mitzuteilen.

Je eine Wasserprobe an der vermuteten Einlaßstelle der Abwässer und je 50 m unterhalb und oberhalb sind zu entnehmen. Als Gefäß werden saubere Wein- oder Bierflaschen, die vorher in dem zu untersuchenden Wasser ausgespült wurden, genommen und bis an den Verschluß gefüllt.

Es ist zweckmäßig die Wasserproben in Gegenwart oder durch eine Amtsperson selbst entnehmen zu lassen, zumindest aber im Beisein von Zeugen zu versiegeln und dem 1. oder 2. Vorsitzenden schnellstmöglich zuzuleiten.

Der Sachverhalt, die Begleitumstände und die Zeit der Entnahme sind zu vermerken und eine Liste mit den Nummern der Proben ist beizufügen.

Die Angabe der Wassertemperatur ist erwünscht.

 

5. Uferbetretung

 

Die Uferbetretung geschieht auf eigene Gefahr.

Wiesen und bestellte Felder am Wasser dürfen nur vom Angler betreten werden. Familien und Freunde haben dazu kein Recht.

Im Interesse eines guten Verhältnisses zu den Anliegern ist größte Schonung der Ufergrundstücke selbstverständliches Gebot

 

Untersagt ist :

 

a) das Überqueren der Ufergrundstücke zum und vom Wasser außerhalb der öffentlichen und erlaubten Wege

b) das Mitführen von unangeleinten Hunden

c) das Umbrechen der Wiesen und Felder zur Ködersuche

d) das Unterhalten von Feuern

e) die Beschädigung der Anpflanzungen, Zäune, Hecken, Einfriedungen, Uferbefestigungen etc.

f) die Verunreinigung des Angelplatzes und der Ufer mit Abfall jeglicher Art

g) das Necken weidender Tiere

 

Ferner ist jede Störung von Anglern untersagt.

Fangplätze sind in angemessener Entfernung zu umgehen. Lautes Rufen und hartes Auftreten sind zu vermeiden.

 

Desweiteren dürfen nicht mehr als vier Gäste am Angelplatz anwesend sein.

 

Fahrzeuge dürfen nur auf befestigten Wegen gefahren und geparkt werden.

Verbotsschilder sind unbedingt zu beachten.

 

Das Reinigen und Waschen von Fahrzeugen ist auf den vereinseigenen und angepachteten Gelände strengstens untersagt.

 

Das Aufstellen von Zelten ist untersagt. Die Benutzung eines Anglerschirmes mit Überwurf sowie das Aufstellen von Zelten mit herausnehmbaren Böden ist erlaubt.

 

Das Abladen von Schutt, Hausrat sowie Abfall jeglicher Art ist verboten und wird generell zur Anzeige gebracht.

 

Das Baden und Schlittschuhlaufen ist untersagt.

 

Die Benutzung von Booten jeglicher Art ist untersagt, ausgenommen sind Futterboote, diese sind mit entsprechenden Erlaubnisschein erlaubt.

 

 

6. Ausübung des Fanges

 

Es darf mit nicht mehr als zwei Handangeln geangelt werden. Beim Fischen mit der Spinnangel ist nur eine Angel erlaubt.

Die verwendeten Ruten müssen ständig unter Aufsicht gehalten werden.

Der Abstand beider Ruten darf 20m nicht überschreiten.

Unbeaufsichtigtes Gerät wird seitens des unter 2. genannten Personenkreises sichergestellt.

 

Beim Angeln mit zwei Ruten ist darauf zu achten, daß nur eine Rute für den Raubfischfang benutzt werden darf.

Eine Rute gilt dann als für Raubfischfang genutzt, wenn sie mit Köderfisch, Fischfetzen über 5 cm oder mit Kunstködern jeglicher Art bestückt ist.

 

Die Verwendung lebender Fische oder Reptilien als Köder ist untersagt.

 

Die Angelruten dürfen nur vom Fischereiberechtigten bedient werden.

 

Die Benutzung von Setzangeln, Drahtsetzkeschern, Aalkörben, Reusen, Nachtschnüre, Schleppangeln und Aalpuppen ist verboten.

Für den Friedfischfang ist die Benutzung von Drillingen untersagt.

Die Verwendung von bis zu einem qm großen Ködersenken ist nur in Flußläufen erlaubt.

 

Gefangene und zur Mitnahme bestimmte Fische sind sofort zu betäuben und waidgerecht zu töten.

 

Lockfutter, gleich welcher Art, darf nur während des Angelns ausgebracht werden.

Vorfüttern, das heißt das Anlegen von Lockstellen vor dem Angeln,ist nur in der Werre erlaubt.

 

Es darf maximal 1 Kg Futter pro Tag und Angler verwendet werden.

Es zählt die mitgeführte Menge. Für die Werre gilt die Begrenzung nicht.

 

In der Schonzeit für Hecht und Zander dürfen keine künstlichen Köder,wie z,B. Blinker, verwendet werden.

Nur Fliegen sind auch während dieser Zeit zugelassen.

 

 

Für den Bio Dickert gilt, außerdem noch zusätzlich:

 

Im Bio Dickert dürfen nur Maden, Würmer und Fliegen verwendet werden.

 

Für das Anfüttern während des Angelns sind nur Maden und Würmer zugelassen.

 

Boilies, Brot, Mais, so genannte Partikel oder Ähnliches dürfen am Bio Dickert also nicht verwendet werden.

 

 

7. Fangbegrenzung

 

Pro Tag und Angler dürfen nur 2 Fische mitgenommen werden.

 

Das Gewicht der zur Mitnahme bestimmten Fische darf 5 kg. nicht überschreiten, wobei der zuletzt gefangene Fisch das Gewicht von insgesamt 5 kg. überschreiten darf.

 

 

8. Mindestmaße und Schonzeiten

 

 

 

 

Art

Mindestmaß

Höchstmaß

Schonzeit

Aal

50 cm

--

--

Aland

25 cm

--

--

Äsche

30 cm

--

1. März - 30. April

Bachforelle

28 cm

--

20. Oktober - 15 März

Brassen

25 cm

--

--

Döbel

25 cm

--

--

Gründling

12 cm

--

--

Hecht

50 cm

80 cm

15. Februar - 30. Juni

Karausche

20 cm

--

--

Karpfen

40 cm

60 cm

--

Regenbogenforelle

28 cm

--

20. Oktober - 15. März

nur in Fliessgewässern

Rotauge

15 cm

--

--

Rotfeder

15 cm

--

--

Schleie

25 cm

--

1. April - 30. Juni

Zander

50 cm

80 cm

15. Februar - 30. Juni

Stör

 

 

ganzjärig geschützt

Alle anderen Fischarten unterliegen den gesetzlichen Bestimmungen. Die Fischarten, die einem gesetzlichen Mindestmaß unterliegen, dürfen als Köderfisch nicht verwendet werden.

Fische, die kleiner als das Mindestmaß oder größer als das Höchstmaß sind, müssen schonend wieder zurück gesetzt werden.

 

9. Führung und Abgabe des Fangberichtes

 

Über Art, Anzahl und Größe der gefangenen Fische ist ein Fangbericht zu führen.

Jedes Mitglied ist dazu verpflichtet, unmittelbar nach dem Fang des zur Mitnahme bestimmten Fisches, das Datum, die Länge in cm.,

die Fischart sowie das jeweilige Gewässer im Fangbericht einzutragen bzw. . anzukreuzen.

Das Gewicht kann vor Ort bzw. ist zu Hause in Gramm einzutragen.

Beim Aal reicht vor Ort die Eintragung des Datums, der Art sowie das Gewässer. Die Länge in cm sowie das Gewicht in Gramm kann vor Ort bzw. ist zu Hause nachzutragen.

 

Jeder Fischereiberechtigte ist verpflichtet den Fangbericht bis zum 31.12. eines Jahres bei den Gewässerwarten abzugeben.

Dies gilt auch dann, falls kein Fang erfolgte. Bei unpünktlicher Abgabe wird eine Strafe von 10,00 Euro fällig.

Bei Nichtabgabe oder im Wiederholungsfalle erfolgt der Vereinsausschluß.

Die vorab genannte Regelung gilt auch bei nicht ordnungsgemäßen Ausfüllen des Fangberichtes.

 

 

10. Verwertung und Behandlung des Fanges

 

Gefangene Fische dürfen weder verkauft noch gegen andere Werte getauscht werden.

Die Fische dürfen nicht auf den angepachteten bzw. eigenen Grundstücken des Vereines ausgenommen werden.

 

 

11. Maßnahmen bei Verstößen

 

Verstöße gegen diese Gewässerordnung werden unnachsichtig geahndet.

Bei Erfüllung von Tatbeständen einer Straftat wird Anzeige erstattet sowie bei Vereinsmitgliedern der sofortige Ausschluß veranlaßt

 

 

12. Inkrafttreten der Gewässerordnung

 

Sie ist auf der Vorstandssitzung des Vereines am 19.06.2018 beschlossen worden und tritt am 20.06.2018 in Kraft.